Wolfgang Borchert

Winterabend

Der Nebel legt sich kühl und grau auf die Dinge, und nur die Laternen und die weißen Hauben von Schwestern schimmern. Und einzelne Worte fallen wie Regentropfen:…Gestern… und:…meine Frau… und seltsam hallen sie nach wie Gedichte und man denkt eine ganze Gescichte aus ihnen zusammen. Ein einsamer Schritt verweht noch im Norden, die Straßen sind still, und der Lärm ist müde geworden, weil die Stadt nun schlafen will.