DIE GEDICHTSAMMLUNG
Worte für jeden Moment.
Ein bestimmter Vers im Kopf? Oder einfach Lust, sich treiben zu lassen?
1419 Gedichte
"Oh", rief ein Glas Burgunder
"Oh", rief ein Glas Burgunder, "Oh Mond, du göttliches Wunder! Du gießt aus silberner Schale Das liebestaumelnde, fahle, Trunkene Licht wie s...
Gedicht lesen ↗Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau"Wo sind die stunden"
Wo sind die stunden Der süssen zeit / Da ich zu erst empfunden / Wie deine lieblichkeit Mich dir verbunden? Sie sind verrauscht / es bleibet...
Gedicht lesen ↗Christian Friedrich Hebbel's ist Mitternacht!
's ist Mitternacht! Der eine schläft, der andre wacht. Er schaut beim blauen Mondenlicht Dem Schläfer still ins Angesicht; Drin tut ein böser...
Gedicht lesen ↗Rainer-Maria Rilke...Und sagen sie das Leben sei ein Traum
...Und sagen sie das Leben sei ein Traum: das nicht; nicht Traum allein. Traum ist ein Stück vom Leben. Ein wirres Stück, in welchem sich Gesic...
Gedicht lesen ↗Clemens Brentano7. Juni 1834.
Was heiß aus meiner Seele fleht, Und bang in diesen Zeilen steht Das soll dich nicht betrüben Die Liebe hat es ausgesäet Die Liebe hat hindur...
Gedicht lesen ↗Clemens Brentano10. Jänner 1834
Wo schlägt ein Herz das bleibend fühlt? Wo ruht ein Grund nicht stäts durchwühlt, Wo strahlt ein See nicht stäts durchspült, Ein Mutterschoß,...
Gedicht lesen ↗Clemens Brentano14 – 15. April 1834
Vogel halte, laß dich fragen Hast du nicht mein Glück gesehn Hast du's in dein Nest getragen, Ei dein Glück, ei sage wen? Eine feine zarte R...
Gedicht lesen ↗Clemens Brentano14. Juli 1834
Ich weiß wohl, was dich bannt in mir, Die Lebensglut in meiner Brust, Die süße zauberhafte Zier, Der bangen tiefgeheimen Lust, Die aus mir st...
Gedicht lesen ↗Clemens Brentano22. Juni 1834. Nach Karlsbad
Den ersten Tropfen dieser Leidensflut, In der ich wehrlos, elend bin ertrunken, Und auch von dieser grimmen Glut, Die all mein Sein verzehrt,...
Gedicht lesen ↗Clemens Brentano25. August 1817
Einsam will ich untergehn Keiner soll mein Leiden wissen Wird der Stern, den ich gesehn Von dem Himmel mir gerissen Will ich einsam untergehn...
Gedicht lesen ↗Johann Christian Friedrich HölderlinAbbitte
Heilig Wesen ! gestört hab ich die goldene Götterruhe dir oft, und der geheimeren, Tiefern Schmerzen des Lebens Hast du manche gelernt von mir...
Gedicht lesen ↗Andreas GryphiusAbend
Der schnelle Tag ist hin, die Nacht schwingt ihre Fahn Und führt die Sterne auf. Der Menschen müde Scharen Verlassen Feld und Werck; wo Thir un...
Gedicht lesen ↗Joachim RingelnatzAbendgebet einer erkälteten Negerin
Ich suche Sternengefunkel. Sonne brennt mich dunkel. Sonne drohet mit Stich. Warum brennt mich die Sonne im Zorn? Warum brennt sie gerade mic...
Gedicht lesen ↗Christian Friedrich HebbelAbendgefühl
Friedlich bekämpfen Nacht sich und Tag. Wie das zu dämpfen, Wie das zu lösen vermag! Der mich bedrückte, Schläfst du schon Schmerz? Was m...
Gedicht lesen ↗Wolfgang BorchertAbendlich tönet Gesang
Abendlich tönet Gesang ferner Glocken, lächelnd versinkt voll Frühling ein Tag. Über das eigene Lied scheu erschrocken, verstummte die Amsel m...
Gedicht lesen ↗Johann Wolfgang von GoetheAbendlied
Über allen Gipfeln Ist Ruh, In allen Wipfeln Spürest du Kaum einen Hauch; Die Vögelein schweigen im Walde. Warte nur, balde Ruhest du auch...
Gedicht lesen ↗Annette von Droste-HülshoffAbendlied
Der Tag ist eingenickt Beim Wiegenlied der Glocken; Zum Blumenkuß sich bückt Der Tau auf leisen Socken; Die Sterne sammeln sich, Sie winken...
Gedicht lesen ↗Wolfgang BorchertAbendlied
Warum, ach sag, warum geht nun die Sonne fort? Schlaf ein, mein Kind, und träume sacht, das kommt wohl von der dunklen Nacht, da geht die Son...
Gedicht lesen ↗Matthias ClaudiusAbendlied
Der Mond ist aufgegangen, Die goldnen Sternlein prangen Am Himmel hell und klar; Der Wald steht schwarz und schweiget, und aus den Wiesen ste...
Gedicht lesen ↗August Heinrich Hoffmann von FallerslebenAbendlied
Abend wird es wieder: Über Wald und Feld Säuselt Frieden nieder Und es ruht die Welt. Nur der Bach ergießet Sich am Felsen dort, Und er b...
Gedicht lesen ↗Johann Gottfried HerderAbendlied
Und wenn sich einst die Seele schließt Wie diese Abendblume; Wenn Alles um sie Dämmrung ist Von Lebens Licht und Ruhme, Und ihre letzte...
Gedicht lesen ↗Friedrich RückertAbendlied
Ich stand auf Berges Halde, Als Sonn' hinunter ging, Und sah wie über'm Walde Des Abends Goldnetz hing. Des Himmels Wolken tauten De...
Gedicht lesen ↗Johann Christian Friedrich HölderlinAbendphantasie
Vor seiner Hütte ruhig im Schatten sitzt Der Pflüger, dem Genügsamen raucht sein Herd. Gastfreundlich tönt dem Wanderer im...
Gedicht lesen ↗Theodor StormAbends
Warum duften die Levkojen soviel schöner bei der Nacht? Warum brennen deine Lippen soviel röter bei der Nacht? Warum ist in meinem Herzen so di...
Gedicht lesen ↗Clemens BrentanoAbends am 27. Oktober 1817
An des Hauses kleiner Türe, Wo ich all mein Glück verliere, Hast du lieb das Haupt gewendet, Und so war der Tag geendet. Alles,...
Gedicht lesen ↗Clemens BrentanoAbendständchen
Hör, es klagt die Flöte wieder, und die kühlen Brunnen rauschen! Golden weh'n die Töne nieder, stille, stille, laß uns lauschen! Holdes B...
Gedicht lesen ↗Eduard MörikeAbreise
Fertig schon zur Abfahrt steht der Wagen, Und das Posthorn blaest zum letztenmale. Sagt, wo bleibt der vierte Mann so lange? Ruft ihn, soll er...
Gedicht lesen ↗Christian Hoffmann von HoffmannswaldauAbriß eines verliebten
ER ist ein krancker / den ein stündlich fieber plaget / Ein jäger / so allzeit nach einem hirsche jaget / Ein wetterhan der stets nach einem wi...
Gedicht lesen ↗Wolfgang BorchertAbschied
Laß mir deinen Rosenmund noch für einen Kuß. Draußen weiß ein ferner Hund, daß ich weiter muß. Laß mir deinen hellen Schoß noch für ein Ge...
Gedicht lesen ↗Rainer-Maria RilkeAbschied
Wie hab ich das gefühlt was Abschied heißt. Wie weiß ichs noch: ein dunkles unverwundnes grausames Etwas, das ein Schönverbundnes noch e...
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