Johann Christian Friedrich Hölderlin

Kolomb

Wünscht' ich der Helden einer zu sein, Und dürfte frei es bekennen So wär' es ein Seeheld. und es ist not Den Himmel zu fragen. Wenn du sie aber nennest Anson und Gama Gewaltig ist die Zahl, Gewaltiger aber sind sie selbst Und machen stumm die Männer. Dennoch Und hin nach Genua will ich Zu erfragen Kolombos Haus Wo er In süßer Jugend gewohnet. meinest du So du Mich aber fragest So weit das Herz Mir reichet, wird es gehen. Ein Murren war es, ungeduldig Doch da hinaus, damit Vom Platze Wir kommen, also rief Gewaltig richtend Die Gesellen die Stimme des Meergotts Die reine, daran Heroen erkennen, ob sie recht Geraten oder nicht. Sie sahn nun, Es waren nämlich viele Der schönen Inseln, damit Mit Lissabon Und Genua teilten; Denn einsam kann Von Himmlischen den Reichtum tragen Nicht eins; wohl nämlich mag Den Harnisch dehnen ein Halbgott, dem Höchsten aber Ist fast zu wenig Das Wirken wo das Tagslicht scheinet, Und der Mond, Darum auch so Nämlich öfters, wenn Den Himmlischen zu einsam Es wird, daß sie Allein zusammenhalten oder die Erde; denn allzu rein ist Entweder Dann aber die Spuren der alten Zucht, [Fragment]