Christoph Martin Wieland

Unwiderstehlich schön

Unwiderstehlich schön stand sie in Rosenschatten An ihre Grazien gelehnt, Und, Lilien gleich, die sich mit Veilchen gatten, Durch sanftern Reiz verschönt. Er blieb, in himmlischer Wonne verloren, Schwebend, sprachlos, halb vergöttert stehn; Denn seitdem das Meer die Lust der Welt geboren, Hatte noch kein Gott so reizend sie gesehn.