Christian Friedrich Hebbel

Auf ein schlummerndes Kind

Wenn ich, o Kindlein, vor dir stehe, Wenn ich im Traum dich lächeln sehe, Wenn du erglühst so wunderbar, Da ahne ich mit süßem Grauen: Dürft' ich in deine Träume schauen, So wär' mir alles, alles klar! Dir ist die Erde noch verschlossen, Du hast noch keine Lust genossen, Noch ist kein Glück, was du empfingst; Wie könntest du so süß den träumen, Wenn du nicht noch in jenen Räumen, Woher du kamest, dich ergingst?